
Woran orientieren wir uns?
Die meisten Menschen in den Ländern Europas verstehen sich jedoch als „aufgeklärte“ Menschen, die Gott nicht mehr brauchen. Da es jedoch auch für sie ohne Gott und ohne Glauben nicht geht, suchen sie sich allerlei billigen Ersatz, von Esoterik bis zum Okkultismus und öffnen sich dadurch nach allen Seiten hin, bis sie überhaupt keinen richtigen Sinn mehr sehen. Sich etwas von ihrem christlichen Erbe zu behalten, zu verteidigen oder zu bewahren, kommt ihnen gar nicht in den Sinn. Was sie interessiert, ist das, was als neu und aufregend empfunden wird. Christliche Tradition und der Glaube an Gott haben darin meist keinen Platz mehr.
Wer diese Entwicklung der letzten Jahrzehnte in den Ländern des Westens beobachtet, wird sich wundern, wie es dazu kommen konnte. Von den Trümmern der beiden Weltkriege ausgehend über das Wirtschaftswunder der Zeit danach, die darauf folgenden 68er-Jahre bis hin zur Halt-, Rat- und Orientierungslosigkeit der Menschen unserer Zeit, war es ein weiter Weg. Vergleichbar mit einer Schifffahrt aus dem sicheren Hafen christlicher Fundamente hinaus in den freien Ozean, wo es weder Halt noch Orientierung gibt. Kein Wunder, dass solche Menschen sich beginnen an Konsum, Geld, Karriere und Lust zu klammern und sich dennoch entwurzelt und den Mechanismen der Märkte ausgeliefert fühlen.
So stehen Millionen von Menschen da auf hoher See, ohne Kompass, den ihre Eltern und Großeltern durch ihren christlichen Glauben noch hatten. Viele von ihnen bezeichnen sich selbst vielleicht als erziehungsgeschädigt oder empfinden sich als Kinder, die im Stich gelassen wurden, vollgepfropft mit Illusionen und falschen Ideologien, an die sie einst glaubten, bis sie davon enttäuscht wurden. Wer bringt ihnen neue Orientierung? Was sollen sie tun in ihrer Not? Solange sie nicht den Mut haben, sich Gott zuzuwenden und dadurch zu neuen Ufern aufzubrechen, ist auch jede Veränderung schwierig, wenn nicht sogar unmöglich.
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Leben mit Gott bringt Orientierung und Hilfe
In dieses Chaos eines Menschen hinein spricht Gott und sagt: „Suchet mich, so werdet ihr leben“ (Amos 5,4). Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass es Gott selbst ist, der dies sagt, der Schöpfer des Himmels und der Erde. Von ihm lesen wir in der Bibel: „Er kann schaffen, was er will“ (Psalm 115,3). Bestätigt wurden diese Worte der Bibel durch Jesus Christus, seinen Sohn, der in seiner Zeit auf dieser Welt sagte: „Wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan“ (Lukas 11,10). Im biblischen Buch der Offenbarung sagt Jesus: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und des Totenreiches“ (Offenbarung 1,18). Das sind keine billigen Sätze, sondern Worte der Bibel, die Jesus Christus uns hinterlassen hat, als er nach seiner Auferstehung aufgefahren ist zu seinem Vater im Himmel. Wer daran glaubt und sich darauf einlässt, wird Gottes Hilfe erfahren. Deshalb geht es darum, dass wir im Gebet beginnen, Gottes Wort, die Bibel, zu lesen und dadurch „leben“. Hilfe, wie wir sie brauchen, kommt nicht nur durch den Fortschritt, sondern von Gott, unserem Schöpfer, der unsere tiefsten Sehnsüchte kennt und zu stillen vermag. Wer uns heute noch weismachen will, dass alles nur besser wird, hat aus 6.000 Jahren Menschheitsgeschichte noch nicht viel gelernt. Denn unsere Welt und damit auch die Länder Europas waren noch nie so gefährdet wie heute – und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Deshalb spricht die Bibel, wenn sie von uns Menschen spricht, auch von erlösungsbedürftigen Sündern, die Hilfe brauchen und der Errettung durch Jesus Christus bedürfen.
Diese Hilfe der Errettung kann immer nur von Gott, unserem Schöpfer, kommen. In Jesus Christus ist sie uns nah. Wer sie ergreift, für den wird sie konkret. Wie aber wird diese Errettung durch Jesus Christus tatsächlich erfahrbar? Indem wir seinen Worten glauben und unser Leben danach ausrichten. Wer sich zu Jesus Christus bekennt und nach seinem Willen lebt, zu dem wird sich auch Gott bekennen und in sein Leben kommen.
Jesus Christus sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, außer durch mich“ (Johannes 14,6). Dieser Absolutheitsanspruch Jesu ist für viele zwar unverständlich, doch wahr und kann deshalb auch nicht wegdiskutiert werden. Wir können diesen Anspruch Jesu auch nicht streichen oder übergehen, sondern müssen ihn ernst nehmen. Dann allerdings werden wir erfahren und erleben, dass Jesus tatsächlich der Weg heraus aus der Misere dieser Welt ist. Das gilt für jeden von uns persönlich wie auch für die Gesellschaft, in der wir leben. Wer oder was garantiert uns aber, dass Jesu Worte wahr sind? Auf diese Frage hat Jesus selbst die Antwort gegeben, als er sagte: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen“ (Matthäus 24,35). Als die Schwester eines kurz vorher Verstorbenen zu Jesus kam, sagte Jesus zu ihr, bevor er den Verstorbenen von den Toten auferweckte: „Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist“ (Johannes 11,25). Jetzt können wir uns fragen: Wer, außer Jesus Christus, konnte das von sich sagen und es auch unter Beweis stellen? Jesus allein konnte es. Deshalb verdient er allein unsere Verehrung und dass wir zu ihm beten und ihn um seine Hilfe bitten. Denn Jesus Christus allein ist Gottes Sohn, der wiederkommen wird auf diese Erde, um die zu erlösen, die an ihn glauben.