01.03.2022

Warum musste Jesus am Kreuz sterben?

Jesus war schließlich nicht nur ein jüdischer Rabbi, der der Menschheit eine großartige Lehre hinterlassen hat. Er war auch nicht nur ein Religionsstifter. Nein. Er selbst bezeichnete sich als den Sohn Gottes. Damit ist er auch der Einzige, der Auskunft geben kann über die Geheimnisse des Lebens. Denn niemand sonst hat je von sich behauptet, der Sohn Gottes zu sein.

Irgenwie ahnen wir alle, dass wir uns einmal für das, was wir in unserem Leben getan und auch unterlassen haben, verantworten müssen. Das sagt uns unser Gewissen, zumindest so lange wir es nicht zum Schweigen gebracht haben. Aber ob mit oder ohne Gewissen; irgendwie spüren wir es, wenn wir schuldig geworden sind (vgl. Römer 1,18-2,15). Viele sehen es vielleicht nur als Kavaliersdelikt. Viele merken es vielleicht auch gar nicht mehr. In Wahrheit zieht jede Ungerechtigkeit, jede Bosheit, jedes Vergehen eine Form von Schuld nach sich, von der Jesus sagt, dass sie uns zu Sklaven macht. Wohin also mit dieser Schuld, um wieder frei zu werden? Die Bibel sagt, dass Jesus Christus die Lösung für dieses Problem ist. Indem er die Sünde des Menschen auf sich genommen hat und mit ihr ans Kreuz ging, hat er uns den Weg eröffnet, um wieder frei zu werden (vgl. Galater 3,13).

Jeder, der dieses Angebot Jesu annimmt, indem er ihm glaubt und vertraut, dem vergibt er seine Schuld und schenkt ihm ewiges Leben. Im Johannes-Evangelium lesen wir dazu: „Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.“ (Johannes 3,16).
Viele können in unserer Zeit mit Begriffen wie Schuld und Strafe, Gericht oder Erlösung nichts anfangen. Aber stellen Sie sich vor, es gäbe das alles nicht. Wäre das wirklich wünschenswert? Dann wären die Menschen, die in ihrem irdischen Leben auf nichts und niemanden Rücksicht genommen haben, wieder die Gewinner, und diejenigen, die darunter zu leiden hatten, die Verlierer. Können wir da nicht froh sein, dass Gott sagt, dass es nach unserem Leben auf dieser Erde ein Gericht geben wird, in dem jeder sich dafür verantworten muss, was er in seinem Leben getan oder unterlassen hat? Das sagt Gott ganz eindeutig und unmissverständlich.

Aber warum gerade dieses Kreuz?

Im Buch des Propheten Jesaja lesen wir davon, dass der Knecht Gottes um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen wird und dass Gott die Strafe auf ihn legen wird (vgl. Jesaja 53,5). 500 Jahre nach dieser Prophezeiung sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!“ (Johannes 1,29). Bestätigt und beglaubigt wurde das alles durch die Auferstehung Jesu. Seither können Christen, die sich mit ihrem Leben Jesus Christus anvertrauen, sicher sein, dass ihre Erlösung gewiss ist. Tatsächlich steht dieses Kreuz heute, rund 2000 Jahre danach, noch immer im Mittelpunkt – wie ein Ärgernis, um das keiner herum kommt. Vor allem der Islam kämpft und wütet gegen dieses Kreuz und hat sich zum Ziel gesetzt, dass es überall entfernt wird – auch hier in Europa. Warum eigentlich?

Warum sind Atheisten und Moslems, Kommunisten und Nationalisten so gegen dieses Kreuz?

Ist es nur, weil sie es nicht verstehen? Oder steckt noch mehr dahinter? Wie auch immer. Für Christen, die ihr Leben Jesus Christus anvertrauen, ist dieses Kreuz eine Kraft, die mit nichts anderem zu vergleichen ist, und das Zeichen ihrer Erlösung. Weil wir durch den Kreuzestod Jesu die Vergebung unserer Sünden zugesprochen bekommen und ewiges Leben erlangen. Deshalb steht dieses Kreuz bis heute zu Recht im Mittelpunkt. Als das Symbol unserer Erlösung wie auch als Zeichen, an dem sich die Geister scheiden. Wie heißt es im Glaubensbekenntnis der Weltkirche? „Gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.“ Christen, die Jesus glauben und vertrauen, sind Menschen, die durch den Tod Jesu freigekauft wurden und deshalb nicht mehr verurteilt werden, weil Jesus für sie am Kreuz bezahlt hat.

Wie aber kann das geschehen?

Wenn ein Bürge freiwillig die Schulden eines anderen übernimmt, wird er sie im Notfall auch bezahlen. Es gibt aber auch Eltern, die für ihre Kinder einstehen und Botschafter, deren Job es ist, für ihr Land einzutreten. In all diesen Fällen geht es darum, dass ein Mensch für einen anderen eintritt, so wie der katholische Priester Maximilian Kolbe 1941 im KZ Auschwitz für einen mitgefangenen Familienvater eintrat und sogar an seiner Stelle in den Tod ging.
Aber auch Feuerwehrmänner und Rettungskräfte begeben sich für andere in Lebensgefahr. Es ist eigentlich überhaupt nichts Ungewöhnliches, wenn einer für einen anderen einsteht. Die Stellvertretung ist also nicht das Problem. Was für viele von uns ein Problem ist, das ist die Ernsthaftigkeit der Sünde und Schuld und die Strafe im Gericht Gottes, die darauf folgt. Das können viele nur schwer nachvollziehen. Gottes Gericht ist aber nicht nur real, es ist sogar notwendig und die Garantie dafür, dass derjenige belohnt wird, der Gottes Warnung ernst nimmt.

 

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