
Warum Gebet so wichtig ist
Die Bibel lehrt uns, für Israel einzustehen und zu beten. Das ist der erklärte Wille Gottes. Dazu müssen wir aber wissen, was Gottes Ziel mit dem Volk der Juden ist und welche Rolle Israel und die Stadt Jerusalem dabei hat. Denn Gerechtigkeit und Frieden, so sagt uns die Bibel, sind in dieser Welt eng mit Israel und seiner Hauptstadt Jerusalem verknüpft. Schon der biblische Prophet Daniel, von dem wir im Buch Daniel lesen, dass er in die Löwengrube geworfen wurde, betete dreimal täglich bei offenem Fenster in Richtung der Stadt Jerusalem. Als er deshalb in die Löwengrube geworfen wurde, rettete Gott ihn und segnete ihn. Genau so kann es auch uns in unserer Zeit ergehen. Wir brauchen Mut, um für Israel einzustehen und zu beten. Verständnis können wir dafür wohl nicht erwarten. Denn solange sich immer mehr Menschen gegen Israel stellen, bleiben wir damit unverstanden. Dennoch ist es Gottes Wille, dass wir für Israel beten und Gott auch darum bitten, dass er sein Volk gut durch diese schwere Zeit hindurchführt.
Wiederherstellung für Gottes Volk
Gottes Ziele mit dieser Welt münden darin, dass er sein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit auf dieser Erde aufrichtet, in dem Jesus Christus über alle Völker herrschen wird. Wenn wir im „Vater unser“ beten: „Dein Reich komme“, beten wir letztlich darum, dass Gott in das Geschehen dieser Welt eingreift und seine Herrschaft aufrichtet, damit sein „Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden“. Bis dahin ist „Gottes Reich“ für unser menschliches Auge unsichtbar, obwohl es bereits jetzt am Wirken ist. Dann aber wird sichtbar und greifbar werden, was bis dahin nur im Verborgenen geschieht. Das gilt vor alle für Israel und das Volk der Juden. Denn die Hauptstadt dieses neuen Friedensreiches wird Jerusalem sein, die Stadt, um die bis dahin noch ein erbitterter Kampf entbrennen wird, wie uns die Bibel sagt. Wenn dieser Kampf durch Gottes Eingreifen entschieden wird, werden alle Nationen von Jerusalem aus regiert werden. So lesen wir es in der Bibel. Dann wird Friede, Gerechtigkeit und Wohlstand für alle Nationen von Jerusalem ausgehen.
Wer Gottes Willen ernst nimmt und für Israel betet, dem gilt die Verheißung: „Betet für den Frieden Jerusalems! Wer dich liebt, dem soll es gut ergehen!“ (Psalm 122,6). Der Prophet Jesaja ruft auch dazu auf, vor allem für Jerusalem zu beten. Es heißt in Jesaja 62,6-7: „Ihr, die ihr den Herrn erinnert, gönnt euch keine Ruhe und lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder aufrichtet und bis er es zum Lobpreis macht auf Erden!“ Gott hat vorausgesagt und sich auch dazu verpflichtet, Israel wiederherzustellen und Jerusalem wiederaufzubauen. Heute wird Israel selbst von Christen oft sehr kritisch gesehen. Doch Gott sagt: „Tröstet, ja, tröstet mein Volk! Ermutigt die Einwohner Jerusalems! Ruft ihnen zu: Nun habt ihr genug gelitten! Die schreckliche Zeit ist vorbei!“ (Jesaja 40,1-2). Wir werden von Gott also nicht aufgefordert, Israel zu kritisieren, sondern es zu trösten und für Israel zu beten.
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Wie aber bete ich zu Gott?
Das Gebet zu Gott, dem Vater, nimmt in der Bibel einen sehr hohen Stellenwert ein. Das gilt sowohl für das Alte als auch für das Neue Testament. Jesus forderte seine Jünger immer wieder dazu auf, zu Gott, seinem Vater, zu beten (vgl. Matthäus 6,9). Die ersten Christen beteten sowohl zu Gott, dem Vater, wie auch zu Jesus Christus, seinem Sohn, der im Heiligen Geist eins ist mit dem Vater. Im weltberühmten „Vater unser“, von dem Jesus sagt: „So sollt ihr beten!“, wird uns auf eine einprägsame Art und Weise gezeigt, wie wir zu Gott beten sollen. Wir erfahren darin, wie die Beziehung des Menschen zu Gott aussehen sollte, welche Inhalte unsere Gebete aufweisen sollten und welche Haltung ein Mensch einnehmen sollte, wenn er zu Gott betet. Wenn Jesus uns auch das „Vater unser" als Mustergebet hinterlassen hat, so ist es dennoch wichtig, dass wir wissen, dass unser Gebet zu Gott immer auch ein ganz einfaches und vor allem vertrauensvolles und ehrliches Gespräch mit Gott sein sollte. Die äußere Form kann unterschiedlich sein, trotzdem sollte uns immer bewusst sein, dass wir mit dem Schöpfer des ganzen Universums reden, wenn wir mit unseren Anliegen zu Gott kommen.
Doch letztlich ist jedes ehrfurchtsvolle Gebet ein Ausdruck unserer Beziehung zu Gott. Deshalb kann es auch einfach, ehrlich und konkret sein. Wir sagen Gott, was uns wichtig ist und sagen es mit unseren eigenen Worten, vertrauensvoll und ehrlich, wie es uns auf dem Herzen liegt. Das kann an jedem Ort und zu jeder Zeit geschehen, sogar in der Hektik des Alltags, allein oder mit anderen. Gott hört unsere Gebete, dieses Versprechen ist uns mehrfach gegeben.
Die vielleicht schönsten Gebete finden wir in dem Buch der Psalmen, die oft auch als das „Gebetsbuch der Bibel“ bezeichnet werden. Die Psalmen sind Beispiele, wie Menschen ihr Lob und ihren Dank, aber auch ihre Bitten und Klagen vor Gott ausgeschüttet haben. Wir finden darin sehr verschiedene Ausdrucksformen, mit Gott zu reden. Am Beispiel der Psalmen können wir auch sehen, wie direkt und vertrauensvoll wir zu Gott beten können. Diese Gebete können uns helfen, so mit Gott zu reden und ihm alles zu sagen, wie wir es vielleicht nie für möglich gehalten haben. Aber genau so haben Menschen zu allen Zeiten gebetet und so beten sie bis heute noch, überall auf der Welt. Das gilt vor allem, wenn wir für Gottes Ziele mit dieser Welt beten, gerade in unserer Zeit, in der Israel wieder so bedrängt wird, während sich gleichzeitig biblische Prophezeiungen erfüllen.