01.05.2021

Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist

Gott ist nicht nur eine Ur-Kraft oder eine Ur-Energie, wie viele glauben. Er ist vielmehr derjenige, der alle Energien und Kraftfelder, das Sichtbare und Unsichtbare, alles Materielle und alle Geister geschaffen hat. Deshalb steht er auch über allem, was er geschaffen hat.

Als Schöpfer und Erhalter dieser Erde und des Universums ist er die Mitte allen Seins, vergleichbar mit dem, was der heidnische Philosoph Plato den „Allbeweger“ nannte.

In der Bibel lesen wir davon, dass Gott Liebe ist. Als solche machte Jesus uns Gott, den Vater, bekannt. In jedem Fall ist Gott eine Person. Wenn Jesus von Gott spricht, so meint er damit Gott als Vater, Sohn und Heiligen Geist, die in absoluter Harmonie zusammenwirken. Ziel eines jeden Menschen muss es sein, diesen Gott in Jesus Christus kennen zu lernen, um dadurch Anschluss zu finden an das Leben, das allein von Gott kommt. Wer also Gott in Jesus Christus sucht und findet, der hat gleichzeitig den Zugang zum ewigen Leben gefunden.

Jeder, der sein irdisches Leben nur damit verbringt, sich unterhalten zu lassen, zu reisen oder seinen Reichtum zu vergrößern, lebt am Sinn dieses Lebens vorbei. Denn der Sinn dieses irdischen Lebens ist, Gott in Jesus Christus zu suchen und zu finden, um dadurch zu einem Kind Gottes und zum Erben des ewigen Lebens zu werden. Wer das verstanden hat, müsste sich eigentlich auf der Stelle darum bemühen. Aber ist es die Realität? Leider nicht. Menschen vertrödeln ihre Lebenszeit und verpassen dadurch die größte Chance ihres Lebens.

Gott hat alles dafür getan, um uns Menschen aus diesem Tal des Todes zu befreien, in das wir geraten sind. Er hat Jesus, seinen Sohn, in diese Welt gesandt, um durch ihn das gewaltige Werk der Erlösung zu bewirken. Das war ein so großartiges Ereignis, dass unsere Geschichte seither in eine Zeit vor und nach Christi Geburt eingeteilt wird. Daran können wir sehen, welche Bedeutung Jesus in dieser Welt- und Menschheitsgeschichte zukommt. Er ist in diese Welt gekommen, um uns zu befreien.

Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat er bewiesen, dass er die Macht dazu besitzt. Gott hat dieses Ereignis schon lange zuvor durch seinen Heiligen Geist vorbereitet. Er hat sich ein Volk auserwählt und mit ihm die Geschichte des Volkes Israel geschrieben. So hatte dieses Volk die Möglichkeit, Gott kennenzulernen und ihm zu glauben. Seit Jesus Christus auf dieser Erde war, haben nun auch alle anderen Völker die Chance, Gemeinschaft mit Gott zu haben und ihm zu vertrauen.
Millionen von Menschen auf der ganzen Erde haben dieses Angebot im Laufe der Jahrhunderte angenommen. Wo immer es geschieht, dass ein Mensch anfängt, Jesus Christus von ganzem Herzen zu vertrauen, dort wird er zu einem Kind Gottes, dessen Leben weit über dieses irdische Leben hinausreicht hinein in die Ewigkeit.

Jesus von Nazareth und der Heilige Geist

In Jesus von Nazareth wirkte Gottes Geist unablässig. In der Bibel lesen wir immer wieder davon, dass Jesus vom Heiligen Geist erfüllt war. Das war so, als er in Galiläa und Jerusalem lehrte und auch als er die vielen Wunder tat. In Jesus zeigte Gott, der Vater, sich selbst, war mitten unter uns Menschen. Zuvor hatte er über Jahrhunderte hinweg Seiten seines Wesens dem Volk der Israeliten zu erkennen gegeben. Nun aber offenbarte er sich in Jesus Christus voll und ganz als der liebende, barmherzige, ewige Gott, dem wir vertrauen können. Deshalb konnte Jesus auch sagen: „Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben.“ (Johannes 6,63) und an einer anderen Stelle sagte er:

„Wer mich sieht, der sieht den Vater“ (Johannes 14,9).

Jetzt geht es darum, dass wir Jesu Worte hören und beginnen, sie ernst zu nehmen. Der Heilige Geist hilft uns dabei. Er ermahnt uns und hilft uns. Im Heiligen Geist ist Gott bei uns. Das erleben Christen auf der ganzen Welt, seit jenem Tag in Jerusalem, den die Kirche als Pfingsten feiert. An diesem Tag wurde Gottes Heiliger Geist „ausgegossen“ und hilft seither den Menschen, die sich ihm öffnen.
Der Heilige Geist ist also der Geist Gottes des Vaters und des Sohnes, der in uns Menschen aktiv wird, wenn wir beginnen, Jesus Christus zu vertrauen. Im Gespräch mit seinen Jüngern hat Jesus das alles vorausgesagt. „Wenn der Geist gekommen ist“, so sagte Jesus, „wird er der Welt zeigen, dass sie im Unrecht ist; er wird den Menschen die Augen öffnen für die Sünde, für die Gerechtigkeit und für das Gericht. Ihre Sünde besteht darin, dass sie nicht an mich glauben“ (Johannes 16,8).

Was bedeutet es, an den Heiligen Geist zu glauben?

Wir glauben an den Heiligen Geist, wenn wir an Jesus Christus glauben und damit an den Gott der Bibel, der allein der wahre Gott ist. Gott erwartet von uns, dass wir lernen, dem Heiligen Geist zu vertrauen. Was immer wir tun, Gott möchte mit uns sein, uns vor falschen Schritten bewahren und uns helfen. Deshalb ist auch die Frage so wichtig, in welcher Kraft wir handeln.

Handeln wir aus unserem natürlichen Impuls heraus, wie wir das als Menschen gewohnt sind, und nehmen das Schicksal in unsere eigenen Hände, oder hören wir auf das, was Gott durch seinen Geist zu uns sagt. Dabei ist eines ganz besonders wichtig: Das Entscheidende, so stellen wir immer wieder fest, können wir nicht selbst tun. Es muss uns von Gott geschenkt werden. Deshalb ist es auch so wichtig, dass wir lernen, auf Gottes Stimme zu hören und ihn um diese entscheidenden Dinge im Leben zu bitten. Dadurch geben wir dem Heiligen Geist den Raum in uns, den er haben muss, um uns zu helfen und uns zu bewahren. In diesem Sinne bleiben wir abhängig von Gott, seiner Kraft und seinem Geist, der dann in uns wirkt.

Viele Menschen beginnen über all diese Dinge erst nachzudenken, wenn sie die Grenzen ihrer eigenen Kraft erleben und nicht mehr weiter wissen. Dann fangen sie an, nach Gott und seiner Hilfe zu rufen. Aber diese Hilfe und diese Kraft Gottes können wir schon lange vorher erfahren, sodass es gar nicht erst so weit kommen muss. Genau das ist es, was Gott jedem von uns in seiner Güte und Liebe empfiehlt. Er möchte, dass wir mit ihm leben, um uns zu bewahren und zu helfen, damit wir gut durch dieses Leben und an unser Ziel kommen.

Die Ausgießung des Heiligen Geistes

Die Ausgießung des Heiligen Geistes war ein ganz besonderes Ereignis. Durch dieses Wunder begann die christliche Kirche sich in aller Welt auszubreiten. Inspiriert und begleitet vom Heiligen Geist fingen die Jünger Jesu an, die Botschaft des Evangeliums zu verkünden. Gottes Geist war bei ihnen, als sie vor einer Menge von Menschen sprachen und als sie im Gefängnis saßen.

Vor der Ausgießung des Heiligen Geistes waren die Jünger verängstigt und niedergeschlagen, dann aber waren sie mutig und furchtlos, sodass sie nichts und niemand mehr daran hindern konnte, der ganzen Welt von Jesus zu berichten. Der Geist Gottes hatte sie dazu befähigt und niemand konnte sie zum Schweigen bringen. Das war zu Pfingsten vor rund 2000 Jahren. Doch bis heute will Gott uns Mut und Zuversicht geben, wenn wir uns für das Wirken des Heiligen Geistes öffnen und beten.

„Komm Heiliger Geist und erfüll die Herzen deiner Gläubigen mit dem Feuer deiner göttlichen Liebe!“ So beginnt ein altes Kirchenlied und so können wir auch heute noch beten. Gott antwortet seinen Kindern, wenn sie zu ihm rufen. Die Kirche feiert zu Recht Pfingsten als ihren Geburtstag. Denn seit Pfingsten kann der Heilige Geist in jedem von uns wirken, wenn wir unser Leben Jesus Christus anvertrauen. Dabei überwindet Gottes Geist alle Widerstände und Hindernisse, wenn wir nur anfangen, ihm zu vertrauen.

 

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