01.02.2020

Die Juden in Gottes Heilsgeschichte

In der Bibel, 5. Mose 7,7-8 lesen wir, warum Gott das Volk der Juden erwählt hat. „Nicht weil ihr zahlreicher als die anderen Völker wäret, hat euch der HERR ins Herz geschlossen und ausgewählt; ihr seid das kleinste unter allen Völkern. Weil der HERR euch liebt und weil er auf den Schwur achtet, den er euren Vätern geleistet hat, deshalb hat der HERR euch mit starker Hand herausgeführt und dich aus dem Sklavenhaus freigekauft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.“ Israel ist ein kleines Volk und hat dennoch eine unendlich große Bedeutung für die ganze Menschheit.

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Israel - Brennpunkt der Weltgeschichte

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Gott macht Israel zum Segensvolk für die Welt. Tatsächlich ist der ‚jüdische Genius‘ bis heute führend in Kunst und Wissenschaft. In Medizin, Technik und ganz besonders in allen Bereichen der Erfindungen und Entdeckungen, finden wir jüdische Namen. Wussten Sie, dass 37 % der Nobelpreisträger Juden sind? Allein von 1901 bis 2017 haben mindestens 201 Juden oder Menschen jüdischer Abstammung den Nobelpreis erhalten. Ein schier unglaublich hoher Prozentsatz, wenn man bedenkt, dass nur etwa 0,2 % der Weltbevölkerung Juden sind. In den wissenschaftlichen Gebieten der Chemie, Wirtschaft, Physik und Medizin liegt der Anteil besonders hoch.
Denken wir an Marie Curie (Physik 1903, Chemie 1911), Albert Einstein (Physik 1921), an Elfriede Jelinek (Literatur 2004), Gustav Hertz (Physik 1925) und Robert Lefkowitz (Chemie 2012) – sie alle waren bzw. sind Juden.  
Was Gott verspricht, das hält er. Gott ist ein schöpferischer Gott, er braucht keine perfekten Verhältnisse und erst recht keine perfekten Menschen, um zu seinem Ziel zu kommen, die Menschheit durch das Volk der Juden zu segnen.

Was Gott sich vornimmt, das geschieht

Wer sich Gottes Willen und Wirken in den Weg stellt, der scheitert. Das zeigt uns die Geschichte immer wieder, insbesondere die des 20. Jahrhunderts, als Menschen glaubten, das Volk der Juden ausrotten zu können.
Das Gegenteil war der Fall. Gleiches erlebten die arabischen Armeen, als sie im Jahr 1948 am Tag der Staatsgründung Israels dem Judenstaat den Krieg erklärten und aufmarschierten, um Israel zu vernichten. Wir wissen, wie die Geschichte ausging. Israel siegte nicht nur, sondern gewann in diesem und den nachfolgenden Kriegen sogar beträchtliche Gebiete hinzu. Die ganze Welt staunte damals über die Siege Israels gegen die arabische Übermacht.
„Wer dir Gutes wünscht, den werde ich segnen.
Wer dir aber Böses wünscht, den werde ich verfluchen!“
Die BIBEL, 1. Mose 12,3

Israel – das verheißene Land der Juden

Es gibt in 1. Mose 12,1-3 eine Verheißung Gottes für das Volk der Juden, bei der Ausleger der Bibel davon ausgehen, dass sie sich in jedem Fall heilsgeschichtlich erfüllen wird. Abraham bekommt Land von Gott zugewiesen und gleichzeitig wird ihm verheißen, dass ein großes, gesegnetes Volk aus ihm hervorgehen wird. Alle, die diesem Volk wohltun, sollen gesegnet werden, und alle die ihm Böses antun, sollen verflucht werden.

Der Segen Gottes, mit dem die Juden gesegnet werden, soll zum Segen werden für die ganze Menschheit. Das sind gewaltige Worte, die in der Geschichte der Menschheit ihren Widerhall gefunden haben. Denn wir wissen, dass viele dieser Verheißungen bereits in Erfüllung gegangen sind. Durch die Wiederkunft Jesu Christi werden weitere in Erfüllung gehen, denn er wird sein Reich des Friedens und des Heils auf dieser Erde aufrichten. Als Menschen, die sich für Jesus Christus entscheiden und sein Angebot der Vergebung annehmen, können wir mit dabei sein.

In 2. Mose 19,5-6 bestimmt Gott sein Volk zu einem Königreich von heiligen Priestern für die Menschheit. Diese Verheißung ist an eine Bedingung geknüpft, nämlich Israels Gehorsam gegenüber Gott und seinen Geboten. Seit Pfingsten sind viele Juden gläubig an Christus geworden und haben viel Segen in die Welt gebracht. Endgültig wird sich diese Verheißung nach der Wiederkunft Christi erfüllen (Vgl. Sacharja 8, 22-23).

Israel nach der Wiederkunft Jesu Christi

In seiner Endzeitrede sagt Jesus, dass das jüdische Volk bestehen wird bis zur der Vollendung dieses Zeitalters (Vgl. Matthäus 24,34). Jesaja verheißt Israel, dass es so lange Bestand haben wird, wie die neue Schöpfung selbst (Vgl. Jesaja 66,22). Der Grund dafür liegt in den Verheißungen, die Israel von Gott erhalten hat. Das Volk der Juden soll das Segensvolk für alle Menschen sein und als ein heiliges Priestervolk die Menschheit regieren. Damit wird sich endgültig erfüllen, was Jesus einst zu der Samariterin sagte: „Das Heil kommt von den Juden.“ (Johannes 4,22)

Die Ablehnung Israels durch die Völker

Jede Erwählung weckt Neid. Das wissen wir aus Erfahrung und das sagt uns auch die Bibel. König Saul wurde neidisch auf David. Jakobs Söhne waren neidisch auf Josef. Die Philister waren neidisch auf Isaak und die Völker der Erde beneiden Israel. Seit es das Volk der Juden gibt zieht sich diese Ablehnung durch die Weltgeschichte und ist auch in der Kirchengeschichte von großer Bedeutung.
Heilsgeschichtlich geht es bei diesem Hass auf Israel darum, Gottes Heilsplan zu stören und – wenn möglich – zu zerstören. Doch das ist aussichtlos. Denn was Gott sich vornimmt, das vollbringt er auch. Jeder der sich gegen Israel stellt, schadet sich letztlich nur selbst.
„So spricht der Herr der Heerscharen: Wer euch Israeliten antastet, der tastet meinen Augapfel an.“
Die BIBEL, Sacharja 2,12

Die große Bedrängnis und der Ansturm der Völkerheere

Heilsgeschichtlich wird Jerusalem immer mehr zum „Taumelbecher“ und „Laststein“, an dem sich die Völker der Erde wund reißen (Vgl. Sacharja 12,2-3). In Psalm 2 und in der Offenbarung 16,12-16 wird uns davon berichtet, dass eine Zeit kommen wird, in der sich alle Herrscher der Welt zu einem letzten Kampf gegen Israel und den wiederkommenden Christus versammeln werden. Aus dem Buch Daniel wissen wir, dass sich ein besonderer Herrscher an die Spitze dieser Weltrevolte stellen wird (Daniel 7,24-25). Er wird viele aus Israel zum Glaubensabfall verführen, sich als Gott verehren lassen (2. Thessalonicher 2,3-4) und viele töten, die ihn nicht anerkennen (Offenbarung 13,15). Die Zeit, in der das geschehen wird, bezeichnet die Bibel als die Große Bedrängnis, die in Daniel 12,1 angekündigt ist. Auf dem Höhepunkt dieser großen Bedrängnis oder großen Trübsal, wie sie auch genannt wird, wird Jesus Christus wiederkommen und zusammen mit den wieder lebendig gemachten jüdischen Märtyrern eingreifen und die versammelten Israel- und Christusfeinde vernichten (Offenbarung 19,11-21).

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