© Free Bibleimages
30.06.2026

Dem Schöpfer vertrauen

Im Grunde wünschen wir uns alle, in einer Atmosphäre des Vertrauens und gegenseitigen Wohlwollens zu leben. Dennoch haben die meisten Menschen nur wenige Freunde oder Angehörige, denen sie wirklich vertrauen.
Viele sind im Laufe ihres Lebens vielleicht sogar zu dem Schluss gekommen, dass sie besser nur auf sich selbst vertrauen. Und doch bleibt da dieses starke Bedürfnis nach Vertrautheit. Wo kommt es her?

Wem können wir vertrauen?

Woher diese Sehnsucht nach Vertrauen kommt, wird sicher von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein. Gleiches gilt für die Frage, wem wir unser Vertrauen schenken. Menschen können enttäuschen und tun es oft auch. Wer das Glück hat, in einer stabilen Partnerschaft, einer gesunden Familie oder einem engen Freundeskreis zu leben, weiß, wie wichtig Vertrauen in einer Beziehung ist. Die österreichische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) hat einmal gesagt: „Gegenseitiges Vertrauen ist wichtiger als gegenseitiges Verstehen.“ Dem können wir nur zustimmen.

Was für menschliche Beziehungen gilt, gilt auch für unsere Beziehung zu Gott. Nur Gott und seinem Sohn Jesus Christus können wir tatsächlich vertrauen. Denn Gott hält, was er verspricht. In der Bibel wird uns Gott als liebevoller Vater im Himmel vorgestellt. Er ist unser Schöpfer, der das Verlangen nach Vertrautheit in uns hineingelegt hat. In der Geschichte mit seinem auserwählten Volk Israel kommt aber auch sehr deutlich zum Ausdruck, dass Gott selbst diese Sehnsucht in uns erfüllen möchte. Sein Rettungsplan für uns Menschen ist Jesus Christus. Er bewirkt die Erfüllung unserer tiefsten Sehnsüchte und das bereits über Jahrhunderte hinweg. Wir finden es aufgezeichnet in den Geschichten der Bibel wie auch in den vielen Lebensberichten von Menschen überall auf der Welt, die Gott in Jesus Christus als ihren persönlichen Retter kennengelernt und sich ihm anvertraut haben.

Gott, der Schöpfer, kennt uns durch und durch

Wie weit dieses vertrauensvolle Verhältnis zu Gott gehen kann, sehen wir z. B. in den Erzählungen der Bibel über König David und vor allem in seinen Gebeten, die uns in den Psalmen überliefert sind. Er teilte Gott seine tiefsten Gedanken und Gefühlen mit. So kam er zur Ruhe – und das, obwohl er ein sehr bewegtes und vor allem gefährdetes Leben hatte, in dem ihm auch viele seiner engsten Vertrauten enttäuscht haben. In einem seiner Gebete zu Gott, seinem Schöpfer, spricht David diese berühmten Verse vor Gott aus: „Du hast zugesehen, wie ich im Verborgenen gestaltet wurde, wie ich gebildet wurde im Dunkel des Mutterleibes. Du hast mich gesehen, bevor ich geboren war. Jeder Tag meines Lebens war in deinem Buch geschrieben“ (Psalm 139,15-16). 

Wenn schon David das sagen konnte, warum sollten nicht auch wir uns diesem guten Gott anvertrauen, der doch alles über uns weiß und der sich wünscht, dass unser Leben gelingt? Selbst in den schwächsten Momenten unseres Lebens dürfen wir ehrlich zu ihm kommen und brauchen auch keine Angst davor zu haben, dass er uns deshalb verurteilt. Denn er begegnet uns mit seiner Güte. Gott allein verdient unser vollstes Vertrauen und bei ihm sind wir sicher geborgen. 

Sarah Burkhardt

Das könnte Sie auch interessieren